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Córdoba


Kleine, verwinkelte Gassen, liebevoll gestaltete Plätze, die allesamt umsäumt werden von weißen Häusern mit den wundervollen "Patios", den blumengeschmückten Innenhöfen, - das ist eine sehr typische Impression von Córdoba. Die einstige Kalifen-Hauptstadt brachte bedeutende Philosophen, Naturwissenschaftler und Ärzte hervor. Diese Forscher trugen ihr Wissen von hier aus weit über die Grenzen des maurischen Reiches hinaus. Nicht umsonst war die Stadt im 11. Jahrhundert eine der bedeutenden Metropolen Europas.

Das größte Monument der Vergangenheit ist die weltberühmte Mezquita in der Altstadt. Der Bau der einstigen Moschee begann bereits im 8. Jahrhundert. Römische, muslimische und arabische Elemente zeugen von dieser Zeit. Im 16. Jahrhundert wurde die Mezquita nach der Rückeroberung zur Kathedrale umgebaut. Der Bau wurde dann im Gotik-, Barock- und Renaissance-Stil fortgeführt. Auch bei einem Bummel durch das alte jüdische Stadtviertel La Judería begegnen Sie vielen Sehenswürdigkeiten wie der Synagoge sowie zahlreichen Kunsthandwerks- und Antiquitätenhändlern.

Stadtmittelpunkt ist die Plaza de las Tendillas. Diesen schmückt ein Reiterdenkmal des berühmtesten Sohnes der Stadt, Gonzalo Fernández de Córdoba. In der Nähe lässt sich an den vielen Promenadencafés der Avenida del Gran Capitán gut ein abendlicher Sherry genießen. Im Umfeld finden sich viele interessante Werkstätten. Córdoba ist seit Jahrhunderten für seine hochwertige Silber- und Lederhandwerkskunst bekannt. Das aus der Kalifenzeit stammende Schloss Alcázar de los Reyes Cristianos mit seinen beeindruckenden Mauern und mächtigen Türmen sowie den filigranen römischen Mosaiken ist ein weiteres Wahrzeichen Córdobas.

Die grünen Guadalquivir-Ufer laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Anfang Mai schmücken die Hauseigentümer ihre Innenhöfe besonders hübsch, um den Preis des schönsten Patios der Stadt zu gewinnen. Wer gerne das wildromantische Umland kennen lernen möchte, sollte das attraktive Städtchen Palma del Río besuchen und einen Abstecher zur Ritterburg Almodóvar del Río in Betracht ziehen. Ein absoluter Pflichthalt ist Priego de Córdoba. Der Ort liegt im Südosten der Provinz Córdoba am Rande fruchtbarer Ebenen und wird von den Bergen des Naturparks Sierras Subbéticas umgeben.


Andalusien

Andalusien reicht über 800 Kilometer von der portugiesischen Grenze an der Atlantikküste bis zur Provinz Murcia am Mittelmeer. Die maurischen Kalifen entwickelten "El-Andalus" zu einem Zentrum der muslimischen Welt. Die Alhambra in Granada und die Mezquita in Córdoba sind die bekanntesten Monumente dieser Zeit. Nach der Rückeroberung verewigten sich die christlichen Fürsten mit noch prächtigeren Kathedralen. Im Landesinneren gibt es keine Stadt, die nicht von einer Besatzungsepoche geprägt wurde. Nacheinander siedelten hier Phönizier, Griechen und Römer. Im 8. Jahrhundert folgte die Herrschaft der Mauren bis zur "Reconquista", der christlichen Rückeroberung zu Beginn der Renaissance. Natürlich ist Andalusien auch die Heimat des Flamencos, des Stierkampfes und des Sherrys. Ein reiches kulturelles Erbe von 3.000 Jahren Siedlungsgeschichte und freundliche, offenherzige Menschen sind weitere Merkmale Andalusiens.

Für Naturfreunde bietet die südlichste Region Spaniens fast menschenleere Traumstrände, gefolgt von Salzsümpfen und verschneitem Hochgebirge. Das mediterrane Klima sorgt für mehr als 300 Sonnentage jährlich. Typisch sind heiß-trockene Sommer und milde Wintermonate. Der schneebedeckten Gebirgskette und den üppigen Wäldern in der Sierra de Grazalema stehen die heißen Temperaturen der weithin bekannten Küstenregionen gegenüber.

Eine Vielzahl an Naturparks, Reservaten und unberührten Landschaften sind die Heimat für viele bedrohte Tierarten. Hier ist zuallererst der Nationalpark Doñana zu nennen, der an der Mündung des Rio Guadalquivir, dem größten Fluss Andalusiens gelegen ist.

In jeder der großen Städte und in jedem Dorf Andalusiens werden stimmungsvolle Feste gefeiert. Das religiöse Leben, fast durchgängig römisch-katholisch geprägt, dokumentiert sich eindrucksvoll in der Karwoche, während der Wall- und Pilgerfahrten und im Rahmen der beeindruckenden Prozessionen zu Fronleichnam. Neben den Stierkämpfen und dem Flamenco-Tanz wird die volkstümliche Kultur besonders durch die Stadtfeste, die berühmten "Ferias", geprägt. Trotz des ausgeprägten Katholizismus werden auch vorchristliche Erinnerungen bewahrt. Viele Orte feiern zu Ehren der Dorf- und Schutzheiligen ihre fröhlichen und ausgelassenen Fiestas und binden interessierte Feriengäste gern dabei ein.

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