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Costa Tropical
Östlich der Provinz Málaga am spanischen Mittelmeer erstreckt sich die Costa Tropical, die tropische Küste. Ihren Namen verdankt sie den subtropischen Temperaturen und etwa 3.200 Sonnenstunden pro Jahr, die auch die Vegetation des Küstenstreifens prägen. Zuckerrohr, Datteln, Ananas, Bananen, Avocados sowie andere subtropische Früchte wachsen und gedeihen hier beinahe das ganze Jahr über. Jeder Strand hier hat seinen ganz eigenen Charakter. Ob feinsandige Strände oder raue Felsbuchten - die Costa Tropical hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Wer alle Eindrücke und Aspekte dieses kleinen aber feinen Küstenstreifens in Andalusien kennen lernen möchte, dem empfiehlt es sich, die Küste entlangzufahren, um so den Sonnenplatz und die Sehenswürdigkeit nach seinem Geschmack zu finden.
Die berühmten Strände der Costa Tropical bieten wunderschöne Steilküsten und herrliche, kleine Buchten am Mittelmeer. Hier können sich Besucher einer klimatischen Besonderheit erfreuen: Die Sierra Nevada schirmt die Costa Tropical vor den kühlen Inlandswinden ab und staut zugleich die warmen, trockenen Winde aus Nordafrika auf. Im Westen der Küste liegt das alte Fischerdörfchen La Herradura, das sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Reiseziel entwickelt hat. Hier bietet sich ein großes Angebot an Wassersportarten. Wer beispielsweise mit dem Tauchsport beginnen möchte, findet im Sporthafen Marina del Este eine gute Gelegenheit dafür.
Ein eindrucksvoller, historischer Ort ist Almuñécar, welcher sich damit rühmt, der älteste an der Costa Tropical zu sein. Vor 3.000 Jahren siedelten die Phönizier an dieser Stelle, da sie die Kunde des herrlichen milden Klimas und des reichen Fischfangs erreicht hatte. Ein Großteil des Städtchens ist heute noch durch die maurische Burg Castillo de San Miguel geprägt. Auch die Römer hinterließen Spuren, so dass Teile eines römischen Kellers (Cueva de Siete Palacios) besichtigt werden können. An der schönen Strandpromenade lässt es sich herrlich flanieren und die Drachen- und Gleitschirmflieger beobachten, die sich aufgrund der fabelhaften Windverhältnisse besonders zwischen September und Juni hier tummeln.
AndalusienAndalusien reicht über 800 Kilometer von der portugiesischen Grenze an der Atlantikküste bis zur Provinz Murcia am Mittelmeer. Die maurischen Kalifen entwickelten "El-Andalus" zu einem Zentrum der muslimischen Welt. Die Alhambra in Granada und die Mezquita in Córdoba sind die bekanntesten Monumente dieser Zeit. Nach der Rückeroberung verewigten sich die christlichen Fürsten mit noch prächtigeren Kathedralen. Im Landesinneren gibt es keine Stadt, die nicht von einer Besatzungsepoche geprägt wurde. Nacheinander siedelten hier Phönizier, Griechen und Römer. Im 8. Jahrhundert folgte die Herrschaft der Mauren bis zur "Reconquista", der christlichen Rückeroberung zu Beginn der Renaissance. Natürlich ist Andalusien auch die Heimat des Flamencos, des Stierkampfes und des Sherrys. Ein reiches kulturelles Erbe von 3.000 Jahren Siedlungsgeschichte und freundliche, offenherzige Menschen sind weitere Merkmale Andalusiens.
Für Naturfreunde bietet die südlichste Region Spaniens fast menschenleere Traumstrände, gefolgt von Salzsümpfen und verschneitem Hochgebirge. Das mediterrane Klima sorgt für mehr als 300 Sonnentage jährlich. Typisch sind heiß-trockene Sommer und milde Wintermonate. Der schneebedeckten Gebirgskette und den üppigen Wäldern in der Sierra de Grazalema stehen die heißen Temperaturen der weithin bekannten Küstenregionen gegenüber.
Eine Vielzahl an Naturparks, Reservaten und unberührten Landschaften sind die Heimat für viele bedrohte Tierarten. Hier ist zuallererst der Nationalpark Doñana zu nennen, der an der Mündung des Rio Guadalquivir, dem größten Fluss Andalusiens gelegen ist.
In jeder der großen Städte und in jedem Dorf Andalusiens werden stimmungsvolle Feste gefeiert. Das religiöse Leben, fast durchgängig römisch-katholisch geprägt, dokumentiert sich eindrucksvoll in der Karwoche, während der Wall- und Pilgerfahrten und im Rahmen der beeindruckenden Prozessionen zu Fronleichnam. Neben den Stierkämpfen und dem Flamenco-Tanz wird die volkstümliche Kultur besonders durch die Stadtfeste, die berühmten "Ferias", geprägt. Trotz des ausgeprägten Katholizismus werden auch vorchristliche Erinnerungen bewahrt. Viele Orte feiern zu Ehren der Dorf- und Schutzheiligen ihre fröhlichen und ausgelassenen Fiestas und binden interessierte Feriengäste gern dabei ein. |
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