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Granada


Granada, die Stadt am Fuße der Sierra Nevada, erscheint märchenhaft wie in 1.001 Nacht. Schöne Ecken und fantastische Ausblicke bieten sich den Spaziergängern beim Weg durch das Albaycín, das hügelige Altstadtviertel, und natürlich von der weltberühmten Alhambra. Ein berühmtes Zitat des Dichters Francisco Alarcón de Icaza lässt vielleicht erahnen, welchen Zauber man in Granada sehen und verspüren mag. "Dale limosna, mujer, que no hay en la vida nada como la pena de ser ciego en Granada.", was übersetzt bedeutet: "Gib ihm ein Almosen, Frau, gibt es doch im Leben kein schlimmeres Unglück, als blind in Granada zu sein."

Nicht ganz unbeteiligt an derart fundamentaler Ehrerweisung ist die weltbekannte Alhambra, die unangefochtene Königin spanisch-maurischer Bauwerke. Auf den Hügeln Granadas thront sie mit ihren Palästen. Hier finden sich auch der Palacio Nazaríes, der Nasriden-Palast und der ehemalige Palast Karls V. Umgeben wird die Alhambra von wunderbaren, mit Springbrunnen verzierten Gärten. Die ursprünglich gotische Kathedrale Santa Maria im Renaissance-Stil liegt in der Innenstadt. Direkt neben ihr befindet sich die Capilla Real, die königliche Kapelle. Es handelt sich um ein spätgotisches Werk mit dem Grab der katholischen Könige Isabel von Kastilien und Fernando von Aragón.

Auf dem Platz, der die Kathedrale umgibt, finden sich viele Modegeschäfte. Granada bedeutet also nicht nur Sightseeing. Auch wer gerne mal in Boutiquen oder vielleicht auch Trödelmärkten bummeln möchte, findet hier eine große Auswahl. Wunderbar spazieren kann man am Flusslauf des Darro, der Granada durchfließt. Der Weg führt an den arabischen Bädern, El Bañuelo, am Museo Arqueológico, dem archäologischen Museum und der Kirche San Pedro vorbei. Das wohl eindrucksvollste Stadtviertel Granadas ist das Albayzín. Weiße Fassaden und maurische Architektur zaubern zwischen den typischen, engen Gassen eine ganz besondere Atmosphäre.

An der Plaza Nueva steht die Renaissance-Kirche Santa Ana mit ihrem minarettgleichen Turm genau dort, wo der Río Darro beginnt, unterirdisch zu fließen. Hier ist das Westende der Carrera del Darro, eine der ältesten Straßen Granadas. Von dieser hat man eine perfekte Aussicht auf die Nordseite der Alhambra. An den Ufern des benachbarten Rio Darro liegen stilvolle Bars und Restaurants. Der Ort Lanjarón ist in ganz Spanien für seine sechs Heilquellen bekannt. Cájar ist eine der attraktivsten Gemeinden in der Umgebung der Alhambra und in Alomartes-Íllora finden Sie ein ethnografisches Mühlenmuseum.


Andalusien

Andalusien reicht über 800 Kilometer von der portugiesischen Grenze an der Atlantikküste bis zur Provinz Murcia am Mittelmeer. Die maurischen Kalifen entwickelten "El-Andalus" zu einem Zentrum der muslimischen Welt. Die Alhambra in Granada und die Mezquita in Córdoba sind die bekanntesten Monumente dieser Zeit. Nach der Rückeroberung verewigten sich die christlichen Fürsten mit noch prächtigeren Kathedralen. Im Landesinneren gibt es keine Stadt, die nicht von einer Besatzungsepoche geprägt wurde. Nacheinander siedelten hier Phönizier, Griechen und Römer. Im 8. Jahrhundert folgte die Herrschaft der Mauren bis zur "Reconquista", der christlichen Rückeroberung zu Beginn der Renaissance. Natürlich ist Andalusien auch die Heimat des Flamencos, des Stierkampfes und des Sherrys. Ein reiches kulturelles Erbe von 3.000 Jahren Siedlungsgeschichte und freundliche, offenherzige Menschen sind weitere Merkmale Andalusiens.

Für Naturfreunde bietet die südlichste Region Spaniens fast menschenleere Traumstrände, gefolgt von Salzsümpfen und verschneitem Hochgebirge. Das mediterrane Klima sorgt für mehr als 300 Sonnentage jährlich. Typisch sind heiß-trockene Sommer und milde Wintermonate. Der schneebedeckten Gebirgskette und den üppigen Wäldern in der Sierra de Grazalema stehen die heißen Temperaturen der weithin bekannten Küstenregionen gegenüber.

Eine Vielzahl an Naturparks, Reservaten und unberührten Landschaften sind die Heimat für viele bedrohte Tierarten. Hier ist zuallererst der Nationalpark Doñana zu nennen, der an der Mündung des Rio Guadalquivir, dem größten Fluss Andalusiens gelegen ist.

In jeder der großen Städte und in jedem Dorf Andalusiens werden stimmungsvolle Feste gefeiert. Das religiöse Leben, fast durchgängig römisch-katholisch geprägt, dokumentiert sich eindrucksvoll in der Karwoche, während der Wall- und Pilgerfahrten und im Rahmen der beeindruckenden Prozessionen zu Fronleichnam. Neben den Stierkämpfen und dem Flamenco-Tanz wird die volkstümliche Kultur besonders durch die Stadtfeste, die berühmten "Ferias", geprägt. Trotz des ausgeprägten Katholizismus werden auch vorchristliche Erinnerungen bewahrt. Viele Orte feiern zu Ehren der Dorf- und Schutzheiligen ihre fröhlichen und ausgelassenen Fiestas und binden interessierte Feriengäste gern dabei ein.

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