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Málaga


Málaga ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und mit ihren 530.000 Einwohnern das wirtschaftliche Zentrum der Costa del Sol. Die Geburtsstadt Pablo Pícassos ist eine moderne Metropole mit vielen historischen Sehenswürdigkeiten. Nach Sevilla ist Málaga die zweitgrößte Stadt Andalusiens und bereits seit Jahrzehnten auch wegen des angenehmen Klimas und den schönen Stränden zu einem attraktiven Reiseziel für Urlauber aus aller Welt geworden. Aber nicht nur Sonnenhungrige kommen in Málaga auf ihre Kosten, ebenso hat die Stadt ein reiches, kulturelles Erbe.

Viele historische Monumente gilt es hier zu besichtigen, ebenso wie Museen. Die Alcazaba, eine maurische Burg aus dem 11. Jahrhundert, wurde auf den Resten einer römischen Festung im letzten Jahrhundert wieder aufgebaut. Von hier aus hat man, ebenso wie von den etwas höher gelegen Burgruinen des Castillo de Gibralfaro eine fantastische Aussicht über die Stadt und auf die malerische Bucht. Im historischen Stadtviertel La Judería, dem alten jüdischen Viertel, liegt das Picasso-Museum. Der Meister der Moderne ist einer der bekanntesten Söhne der Stadt und sein Werk wird hier selbstverständlich entsprechend gewürdigt.

Dort befindet sich auch das Museo de Bellas Artes, das Museum der schönen Künste. Die Kathedrale ist ebenfalls eine attraktive Sehenswürdigkeit. Sie wurde zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert erbaut und lässt so die verschiedenen Stile der Gotik, Renaissance und des Barocks erkennen. Die Herzen von Shoppingbegeisterten schlagen auf den Straßen der Calle Marqués de Larios, Calle Puerta del Mar und Calle Nueva höher. Natürlich gibt es in Málaga auch eine Vielzahl an Restaurants, Bars und interessanten Zielpunkten für Nachtschwärmer.


Andalusien

Andalusien reicht über 800 Kilometer von der portugiesischen Grenze an der Atlantikküste bis zur Provinz Murcia am Mittelmeer. Die maurischen Kalifen entwickelten "El-Andalus" zu einem Zentrum der muslimischen Welt. Die Alhambra in Granada und die Mezquita in Córdoba sind die bekanntesten Monumente dieser Zeit. Nach der Rückeroberung verewigten sich die christlichen Fürsten mit noch prächtigeren Kathedralen. Im Landesinneren gibt es keine Stadt, die nicht von einer Besatzungsepoche geprägt wurde. Nacheinander siedelten hier Phönizier, Griechen und Römer. Im 8. Jahrhundert folgte die Herrschaft der Mauren bis zur "Reconquista", der christlichen Rückeroberung zu Beginn der Renaissance. Natürlich ist Andalusien auch die Heimat des Flamencos, des Stierkampfes und des Sherrys. Ein reiches kulturelles Erbe von 3.000 Jahren Siedlungsgeschichte und freundliche, offenherzige Menschen sind weitere Merkmale Andalusiens.

Für Naturfreunde bietet die südlichste Region Spaniens fast menschenleere Traumstrände, gefolgt von Salzsümpfen und verschneitem Hochgebirge. Das mediterrane Klima sorgt für mehr als 300 Sonnentage jährlich. Typisch sind heiß-trockene Sommer und milde Wintermonate. Der schneebedeckten Gebirgskette und den üppigen Wäldern in der Sierra de Grazalema stehen die heißen Temperaturen der weithin bekannten Küstenregionen gegenüber.

Eine Vielzahl an Naturparks, Reservaten und unberührten Landschaften sind die Heimat für viele bedrohte Tierarten. Hier ist zuallererst der Nationalpark Doñana zu nennen, der an der Mündung des Rio Guadalquivir, dem größten Fluss Andalusiens gelegen ist.

In jeder der großen Städte und in jedem Dorf Andalusiens werden stimmungsvolle Feste gefeiert. Das religiöse Leben, fast durchgängig römisch-katholisch geprägt, dokumentiert sich eindrucksvoll in der Karwoche, während der Wall- und Pilgerfahrten und im Rahmen der beeindruckenden Prozessionen zu Fronleichnam. Neben den Stierkämpfen und dem Flamenco-Tanz wird die volkstümliche Kultur besonders durch die Stadtfeste, die berühmten "Ferias", geprägt. Trotz des ausgeprägten Katholizismus werden auch vorchristliche Erinnerungen bewahrt. Viele Orte feiern zu Ehren der Dorf- und Schutzheiligen ihre fröhlichen und ausgelassenen Fiestas und binden interessierte Feriengäste gern dabei ein.

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